Brandschutz in Kirchen: Nicht immer einfach, aber möglich

Nur wenige Kirchen in Österreich sind geschützt
Historische Gebäude entsprechen oft nicht modernen Sicherheits-Standards
Zuverlässige Branderkennung mit Ansaugrauchmeldern und Linearmeldern

ID: 1721809
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(blechnews) - Der Brand in der Kathedrale Notre-Dame in Paris wirft auch für Österreich Fragen auf: Wie gut sind Kirchen vor der Gefahr eines Brandes geschützt? Welche Vorkehrungen sind möglich und sinnvoll? Diese Fragestellungen sind gleich in doppelter Hinsicht wesentlich: Sehr viele Kirchen sind nicht nur kulturhistorisch wichtige Bauwerke, sondern sie werden auch von vielen Menschen besucht – zu Gottesdiensten ebenso wie zu Hochzeiten, Konzerten und anderen Anlässen.

Sakralbauten sind damit Veranstaltungsräume mit einem oft hohen Personenaufkommen, die vielfach aber vor den Sicherheits-Vorkehrungen nach modernen Standards errichtet wurden. „Man muss sich hier die Frage stellen: Investiere ich einmal in den vorbeugenden Brandschutz oder nehme ich das Risiko eines Schadens in Kauf, was auch bedeuten kann, dass einmalige Kulturgüter unwiederbringlich verloren gehen?“, betont Wolfgang Ernst, Bereichsleiter Verkauf für Brandmeldesysteme bei Schrack Seconet.

Anforderungen des Denkmalschutzes
Der Brandschutz in historischen Kirchen ist dabei mit besonderen Herausforderungen verbunden. Oft gibt es keine exakten Grundrisspläne, meist wurde auch vielfach umgebaut und umgewidmet. Viele Kirchen befinden sich außerdem in dicht bebauten Innenstadtlagen, was die Zufahrt für die Feuerwehren schwierig macht. Hinzu kommt: Kirchen sind oft sehr hoch – das erschwert das Löschen, aber auch die frühzeitige Branderkennung: Für herkömmliche Punktmelder an der Decke sind Kirchen oft zu hoch. Auch die Verkabelung ist schwierig. Leitungen in Säulen aus Sandstein zu verlegen, ist nicht wirklich möglich – der Eingriff wäre sichtbar. Mit Funkmeldern wiederum gibt es bei dicken Mauern immer wieder Probleme – die Übertragung kann dann nicht zuverlässig garantiert werden. Die Montage von Löschsystemen, wie z. B. Sprinkleranlagen, ist aufgrund der Statik oft nicht umsetzbar. „In Kirchen ist daher wie bei anderen historischen Gebäuden besondere Expertise und Sensibilität gefragt, um zuverlässige Lösungen im Einklang mit dem Denkmalschutz zu finden. Es gilt, anhand der individuellen Situation das bestmögliche Konzept zu entwickeln“, verdeutlicht Wolfgang Ernst.



Oft bewährt: Linearmelder und Ansaugrauchmelder
Sehr oft kommen dabei Sonderbrandmeldesysteme zum Einsatz. In Kirchen haben sich insbesondere zwei Lösungen bewährt: Linearmelder und Ansaugrauchmelder. Lineare Rauchmelder ermöglichen, mit Lichtstrecken bis zu 200 Meter zu überwachen. Der Verdrahtungsaufwand ist gering, da nur an einer Stelle eine Kabelzuführung notwendig ist – sie ist oft von hinten möglich. Bei Ansaugrauchmeldern werden über kleine Rohre permanent Luftproben entnommen, die in der Auswerteeinheit auf Rauchpartikel untersucht werden. Mit einem einzigen Gerät kann so eine große Fläche überwacht werden und die Ansaugöffnungen sind so klein, dass sie mit freiem Auge kaum sichtbar sind.

Häufigste Zündquelle in Kirchen: Elektrische Anlagen
Es sind damit durchaus zuverlässige Lösungen mit anlagentechnischem Brandschutz möglich. Gerade der Schutz kulturhistorisch wichtiger Sakralbauten sollte nicht verabsäumt werden. Notre-Dame zählt etwa zu den ersten gotischen Kathedralen und beherbergt viele einzigartige Reliquien und Kunstgegenstände. Der Wiederauf¬bau der Pariser Kathedrale erfordert nun enorme finanzielle Mittel – Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes hätten einen Bruchteil gekostet. Denn Brände kom¬men in Kirchen immer wieder vor, die häufigste Zündquelle sind dabei die elektri¬schen Anlagen für Licht und Glocken, die oft veraltet sind. Die weiteren wichtigsten Verursacher sind laut einer Erhebung aus Deutschland Zündhölzer bzw. Feuerzeuge, Schweißgeräte oder Ähnliches und Kerzen. Besonders gefährdet sind die Kirchendä¬cher – hier entstehen die meisten Brände. Die Dachstühle bestehen oft aus jahrhun¬derte¬altem, ausgetrocknetem Holz. Brände breiten sich von dort beson¬ders rasch aus und können zu großen Zerstörungen führen – so wie auch bei Notre-Dame.

Gelungener Brandschutz in Klosterneuburg
In Folge der Brandkatastrophe von Paris werden nun auch die Vorkehrungen in Österreich evaluiert. Nur ein minimaler Teil der Kirchen verfügt heute über Brandschutzeinrichtungen. Primär größere Kirchen haben sich dem Thema jedoch gestellt und Vorkehrungen getroffen – so auch das Stift Klosterneuburg, das nicht zuletzt aufgrund des Verduner Altars weltberühmt ist. Es war eine besondere Herausforderung, für die Kirche und die anderen Stiftsgebäude eine zuverlässige Lösung zu finden. Schrack Seconet realisierte schließlich ein Konzept, das unterschiedliche Produkte kombiniert. Klassische Punktmelder, die dezent mit den Fresken-Farben abgeglichen wurden, kommen ebenso zum Einsatz wie Ansaugrauchmelder und Linearmelder. „Die linearen Rauchmelder schützen das Kirchenschiff und sind geschickt im Gesims platziert. Die Kapillaröffnungen der Ansaugrauchmelder befinden sich in den Lusterrohren – die bereits vorhandenen Durchbrüche für Luster aus historischen Zeiten sind insgesamt oft eine gute Möglichkeit für einen Zugang in das Kircheninnere von oben“, weiß Wolfgang Ernst. Ein modernes Einsatzleitsystem führt im Stift Klosterneuburg sämtliche Systeme zusammen und garantiert eine möglichst rasche Verortung eines Brandes – die Betriebsfeuerwehr gewinnt damit im Ernstfall wichtige Zeit.


Brandschutz bei Kirchen – das ist entscheidend:

Rasche Branderkennung
Eine Brandmeldeanlage – idealerweise mit Aufschaltung zur Feuerwehr – schafft einen zeitlichen Vorsprung bei der Alarmierung. Die Einsatzkräfte sind früher zur Stelle.

Sensorik dezent und fachkundig installiert
Die Installation von Brandmeldeanlagen in historischen Kirchen ist heikel, mit der richtigen Expertise und Erfahrung aber möglich. Brandmelder lassen sich etwa am Luster oder Gesims dezent und im Einklang mit dem Denkmalschutz positionieren.

Vorsorge für abwehrenden Brandschutz
Die richtige Vorbereitung auf den Ernstfall ist entscheidend: durch regelmäßige Feuerbeschauen, Einsatzpläne bei der Feuerwehr, ausreichend Löschwasser mit entsprechenden Entnahmestellen, Aufstellflächen für die Feuerwehr, Zugangswege für die Feuerwehr inkl. besonderen Vorkehrungen, um in höchsten Höhen löschen zu können.



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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Lösungen von Schrack Seconet schützen Menschen und Werte. Unsere Hightech-Produkte in den drei Sparten FireAlarm, HealthCare und Security erfüllen höchste Ansprüche. Wir sind Teil der Schweizer Securitas Gruppe und leiten eines ihrer drei internationalen Kompetenzzentren. Immer wieder setzen wir mit unseren Innovationen Standards – in unserem Heimatmarkt Österreich ebenso wie in mehr als 50 anderen Ländern weltweit.

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Rosa Maria Seilerbeck
Leitung Marketing und Public Relations
SCHRACK SECONET AG
Sicherheits- und Kommunikationssysteme
A-1120 Wien, Eibesbrunnergasse 18



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Datum: 20.05.2019 - 10:19
Sprache: Deutsch
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Firma: kropf kommunikation
Ansprechpartner: Alex Kropf Feedback an den Herausgeber senden
Stadt: Wien
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